Jahresbericht 2013

Jahresbericht 2013

23.3. – 7.4. Osterferien (Frankreich)

Gemäss dem Tourenprogramm war vorgesehen die Zeitspanne von Karfreitag bis zum Sonntag nach Ostern in den französischen Alpen zu verbringen. Dank eines schneereichen Winters und eines regnerischen Frühjahrs konnte zusätzlich auch noch die Woche vor Ostern für Befahrungen im Zentralmassiv Frankreichs eingeplant werden. Einige Paddler nutzten diese Gelegenheit und trafen dann dort tatsächlich überall auf ausreichende Wasserstände. Auch die kulinarische Seite liess in diesem Gebiet mit einer einzigen Ausnahme keine Wünsche offen.

Diese Woche vor Ostern begann am Samstag zunächst mit der Autofahrt quer durch die Schweiz und weiter bis Annecy. Dort folgte dann bei bedecktem Himmel und niedrigem Wasserstand eine Befahrung des Fier von der Pont St-Clair bis zur Brücke bei Onnex. Anschliessend fuhren wir auf den Autobahnen gleich weiter bis nach Tain am Ufer der Rhône nördlich von Valence.

Der folgende Sonntag war zwar regnerisch und kühl, erlaubte jedoch eine der selten möglichen Befahrungen auf dem nahegelegenen Doux oberhalb von Colombier-le-Vieux. Danach folgte die Weiterfahrt via Le Puy-en-Velay und Saugues bis nach Le Malzieu-Ville, einem kleinen Ort im Herz der Auvergne.

Am Montag begannen wir den Tag bei nach wie vor meist bedecktem Himmel mit einer Fahrt auf der nahe­gelegenen, ziemlich gut Wasser führenden Truyère durch eine einsame Schlucht zwischen St-Léger-du-Malzieu und der Pont de la Garde. Auf der Weiterfahrt besichtigten wir unterwegs bei nun zeitweise sonnigem Wetter noch einige Fluss­abschnitte des Lot und erreichten schliesslich via Espalion und Rodez den kleinen Ort von Barraqueville. Vor dem Nachtessen hatten wir noch ausreichend Zeit für eine Besichtigung des nahegelegenen, imposanten Eisenbahnviadukts über die breite Schlucht des Viaur (Viaduc du Viaur).

Am Dienstag fuhren wir zunächst durch ein weites Hügelland bis zu der auf einem Bergrücken gelegenen, mittelalterlichen Stadt von Najac. Dort folgte dann bei meist stark bewölktem Himmel eine gemütliche  Fahrt ohne irgendwelche Schwierigkeiten durch die einsame Schlucht des Aveyron oberhalb von Najac. Nach dieser Befahrung fuhren wir schliesslich weiter via Cordes-sur-Ciel – Albi – St-Affrique – Millau bis nach Rivière-sur-Tarn. Die dortige Unterkunft glänzte allerdings nicht mit dem Nachtessen.

Der Mittwoch begann mit zwar wolkenlosem Himmel, aber tiefen Temperaturen. Nachdem das Eis auf der Frontscheibe unseres Autos geschmolzen war, fuhren wir vorerst durch die sehenswerte Gorges de la Jonte und danach weiter über den Col de Perjuret bis nach Vébron. Dort genossen wir bei zwar niedrigem Wasser­stand aber meist sonnigem Wetter eine Befahrung des Tarnon. Anschliessend folgte die Weiterfahrt via St-Jean-du-Gard und Alès bis nach Les Mages. Selbstverständlich besichtigten wir unterwegs noch Flussabschnitte sowohl des Gardon de Mialet als auch des Gardon de St-Jean. In der Nähe von Les Mages fanden wir schliess­lich eine empfehlenswerte Unterkunft in einem alten Kloster. Für das Nachtessen mussten wir uns allerdings ins nahegelegene St-Ambroix begeben (auch dort fanden wir ein empfehlenswertes Restaurant).

Der Donnerstag bescherte uns dann überall mehr oder weniger starker Dauerregen. Trotzdem fuhren wir am Vormittag ins  Tal der Beaume und befuhren diesen Fluss oberhalb der Pont de Vernon bei mittlerem Wasser­stand. Danach folgte zunächst eine Besichtigung der nahegelegenen Schlucht des Chassezac bevor wir via Bagnols und Bourg-St-Andéol die Cévennen endgültig verliessen. Auf der Weiterfahrt durch das Rhônetal nordwärts fanden wir via Livron-sur-Drôme in La Bégude-de Mazenc endlich eine freie Unterkunft. Das Hotel „Le Jabron“ überraschte uns dann mit einem ausgezeichneten Nachtessen.

Am Karfreitag fuhren wir bei nach wie vor regnerischem Wetter von La Bégude-de-Mazenc vorerst via Nyons durch das Tal der Eygues und über den Col du Prémol nach Vercheny. Dort trafen wir uns mit zwei weiteren Paddlern des PC Rheineck im „Café de la Clairette“, um danach mit ihnen zusammen eine Befahrung der Roanne zu unternehmen. Der mittlere bis hohe Wasserstand bescherte uns eine spritzige Fahrt durch eine einsame Waldschlucht und entschädigte uns wenigstens für das schlechte Wetter. Danach folgte die Weiter­fahrt über Die und den Col de la Croix Haute nach Mens und von dort weiter nach Corps. Trotz vereinzelten Sonnenstrahlen am Nachmittag blieb das Wetter jedoch kühl.

Auch der Samstag begann mit regnerischem und kaltem Wetter (Schneefallgrenze bei ca. 1100 m ü.M.). Wir fuhren deshalb via Mens zurück zum Ebron und befuhren diesen Fluss bis zur Einmündung der Vanne beim Weiler Les Merlous. Dieser durch ein breites Geröllfeld fliessende Fluss überraschte uns mehrmals mit plötzlich auftauchenden Holzhindernissen. Diese führten denn auch vereinzelt zu Kenterungen, die jedoch allesamt keine persönlichen und materiellen Schäden zur Folge hatten. Da uns diese Zwischenfälle jeweils einige Zeit kosteten, konnten wir den vereinbarten Treffpunkt in Corps mit zwei weiteren Paddlern des PC Rheineck nicht rechtzeitig erreichen. Nachdem wir sie telefonisch entsprechend informieren konnten, entschlossen sich die Beiden noch für eine Befahrung des Drac oberhalb der Pont de la Guinguette. Am Abend folgte dann wie gewohnt in Corps ein üppiges Nachtessen im Restaurant des „Hôtel de la Poste“.

Wegen des kalten und schlechten Wetters mit leichtem Schneefall verzichteten wir am Ostersonntag auf eine geplante Befah­rung der Souloise und fuhren zunächst zu einer Besichtigung ins Tal der Bonne. Schliesslich verzichteten wir auch dort auf eine Befahrung und fuhren stattdessen weiter via Mens und Col de la Croix Haute. Da das Wetter südlich dieses Passes immer sonniger wurde, entschieden wir uns spontan zu einer Befahrung der Buëch unterhalb von La Rochette. Obschon diese Fahrt bei Schneegestöber begann, genossen wir eine zügige Fahrt bei weitgehend sonnigem Himmel, aber nach wie vor kaltem, starkem Nordwind. Auf der Weiterfahrt südwärts besichtigten wir dann noch die Gorges de la Méouge (zwei Paddler liessen es sich nicht nehmen noch ein kurzes Stück dieses Flusses zu befahren) und fuhren dann zur Uebernachtung weiter via Tallard nach Le Lauzet im Tal der Ubaye.

Der Ostermontag begann mit wolkenlosem Himmel, aber kalten Temperaturen. Wir verzichteten deshalb auf eine Befahrung der Ubaye und fuhren stattdessen weiter südwärts via Seynes-les-Alpes durch die Clue de Barles (an eine Befahrung des Bès war beim angetroffenen, hohen Wasserstand nicht zu denken) nach Digne und von dort bei zunehmend bedeckterem Himmel weiter nach Barrême. Dort entschieden sich zwei Paddler kurzfristig zur Befahrung der Asse (dieser Fluss führte ausnahmsweise ausreichend Wasser). Die restlichen Paddler hingegen fuhren via Castellane weiter an den Verdon und befuhren dort einen Streckenabschnitt oberhalb des Couloir Samson. Schliesslich trafen sich alle am Abend in Castellane im Hotel „La Petite Auberge“ zum Nachtessen.

Am Dienstag fuhren wir zunächst bei zwar sonnigem aber dunstigem Wetter über den Col de Toutes Aures ins Tal des Coulomp und befuhren diesen Fluss zusammen mit dem anschliessenden Var bis Entrevaux. Nach dieser Befahrung folgte eine Besichtigung des Var oberhalb von Guillaumes. Da der Fluss hier im Oberlauf nur wenig Wasser führte, entschieden sich drei Paddler noch für eine Fahrt durch die sehenswerte Gorges de Daluis. Schliesslich trafen wir uns am Abend wieder im Hotel „Alizé“ in Puget-Théniers (wir hatten in diesem Hotel vorsorglich bereits drei Nächte gebucht).

Am Mittwoch fuhren wir über den Col de St-Raphaël ins Tal des Esteron und befuhren diesen Fluss bei einem knapp mittleren Wasserstand und meist sonnigem Wetter von der Pont de Végay bis zum Zeltplatz „Les Fines Roches“ unterhalb von Roquesteron. Die Heimkehr erfolgte dann talabwärts bis Plan-du-Var und von dort dem Var entlang talaufwärts zurück nach Puget-Théniers. Dabei nutzten einige Paddler unterwegs die verfügbare Zeit zu einer Besichtigung der Gorges de l’Esteron (diese enge Kalkstein-Schlucht ist allerdings nur zu Fuss zu erreichen).

Der Donnerstag begann wieder einmal mit bedecktem Himmel und kühlen Temperaturen. Nachdem wir im Tal der Tinée leider zu wenig Wasser für eine genussreiche Befahrung dieses Flusses vorfanden, fuhren wir über den Col St-Martin ins Tal der Vésubie. Dort befuhren dann drei Paddler die sehenswerte Schlucht der Vésubie unterhalb von St-Jean-la-Rivière. Die anderen drei Paddler entschieden sich für eine Befahrung der Vésubie unterhalb dieser Schluchtstrecke bis hinunter nach Plan-du-Var. Nach der Rückkehr nach Puget-Théniers bei inzwischen regnerischem Wetter entschieden sich trotzdem noch vier Paddler für eine Befahrung des Var von Puget-Théniers bis Touët.

Am Freitag verliessen wir schliesslich Puget-Théniers und fuhren bei nur zeitweise sonnigem Wetter westwärts via St-André-les-Alpes – Digne – Sisteron ins Tal der Méouge. Trotz kühlem Nordwestwind befuhren wir die Schluchtstrecke dieses Flusses bei niedrigem, aber ausreichendem Wasserstand von der Brücke bei St-Pierre-Avez bis zu einem sehenswerten, unfahrbaren Wasserfall. Anschliessend folgte die Weiterfahrt weiter westwärts via Buis-les-Baronnies – Nyons nach La Bégude-de-Mazenc und übernachteten dort erneut im Hotel „Le Jabron“.

Der Samstag war geprägt von überall bedecktem Himmel und ziemlich kühlen Temperaturen. Wir fuhren von La Bégude-de-Mazenc vorerst an die Roanne und befuhren nochmals denselben Streckenabschnitt wie bereits am Karfreitag, allerdings diesmal bei deutlich niedrigerem Wasserstand und zudem mit einer kurzen Weiter­fahrt auf dem Drôme bis zu einem Parkplatz oberhalb der Pont d’Espenel. Danach folgte die Weiterfahrt mit dem Auto via Crest – Romans-sur-Isère – Voreppe bis zur Autobahn-Ausfahrt Chimilin und von dort weiter nordwärts via Belley durch die Gorges de l’Albarine (dieser Kleinfluss führte kaum Wasser) und danach durch den südlichen Jura via Oyonnax und St-Claude bis an den noch zugefrorenen Lac de l’Abbaye. Unterkunft und Nachtessen erhielten wir in der am See gelegenen „Auberge de l’Abbaye“.

Der Sonntagmorgen begann bedecktem Himmel und kalten Temperaturen. Nachdem wir unsere Autoscheiben vom Eis befreit haben, fahren wir nach Morez, erkunden dort den Pegel der Bienne und entscheiden uns trotz niedrigem Wasserstand für eine Befahrung dieses Flusses von Lézat bis La Rixouse. Nach dieser Befahrung erfolgt dann die individuelle Heimkehr durch den Jura und das schweizerische Mittelland zurück in die Ost­schweiz.


18. – 20.5. Pfingsten

Tagelange Regenfälle führten in der Südschweiz überall zu Hochwasser. Nachdem der Lago Maggiore über die Ufer getreten war und zudem über die Pfingsttage weiterhin Dauerregen vorhergesagt wurde, musste das diesjährige Pfingst-Wochenende abgesagt werden. Einige routinierte Paddler des PC Rheineck trotzten dem miserablen Wetter und genossen trotzdem einige spritzige Hochwasserfahrten auf der Moesa.

8./9.6. Simme

Erst nach der Erstellung des Tourenprogramms im Januar 2013 entschied sich der Tourenleiter für Ferien in den Rocky Mountains im Juni 2013. An der Hauptversammlung des PC Rheinck anfangs März 2013 stellte sich dann Werner Schneider als Organisator für dieses Simme-Wochenende zur Verfügung. Leider war er dann später ebenfalls verhindert, konnte die Organisation jedoch an Felix Wirz übergeben. Nachdem schliesslich auch Felix Wirz nicht an diesem Wochenende teilnehmen konnte, wurde diese Veranstaltung vom Tourenleiter dann kurz vor seinem Abflug in die Rocky Mountains kurzerhand abgesagt.


29.6. – 14.07. Sommerferien (Eygliers, Frankreich)

Diese Sommerferien wurden wie im Vorjahr von Werner Schneider bestens organisiert (siehe separater Bericht).

7./8.9. Engadin

Am Samstag trafen sich die zahlreichen, angemeldeten Paddler des PC Rheineck und des KC Romanshorn diesmal in Susch nicht im Restaurant „Steinbock“ (dieses Restaurant existiert nicht mehr und wurde inzwischen in eine Klinik umgewandelt) sondern im Restaurant des Hotels „Flüela“. Bei prächtigem Herbstwetter folgte danach bei niedrigem, aber ausreichendem Wasserstand wie in den vergangenen Jahren eine Befahrung des Inn ab Susch. Je nach Wunsch und Können konnten die Teilnehmer ihre Befahrung entweder bei Giarsun, bei Ardez oder erst am Ende der Ardez-Schlucht beenden. Wie gewohnt übernachteten wir auch diesmal entweder auf dem Zeltplatz Sur-En oder in der nahegelegenen Pensiun Lischana. Nach den guten Erfahrungen im letzten Jahr wählten wir für das Nachtessen wiederum das bequem zu Fuss erreichbare Restaurant „Val d’Uina“.

Am Sonntag folgte dann bei vorerst bedecktem Himmel eine Befahrung des Inn von Lavin bis in den Stausee von Pradella. Obschon die Teilnehmer nicht gezwungen waren die gesamte Strecke zu befahren, entschied sich trotzdem die Mehrzahl der Paddler für die Befahrung dieses langen Abschnitts. Auch das zunehmend schlech­tere Wetter während der Heimfahrt mit viel Regen auf der Alpen-Nordseite konnte den Erfolg des vergangenen Wochenendes nicht mehr trüben.

21./22.9. Tirol

Dieses Wochenende wurde auch in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Kanuclub Romanshorn von Ramona Schmidt und Martin Schönholzer bestens organisiert.

Am Samstagvormittag entflohen zahlreiche Paddler der kompakten Nebeldecke über der Ostschweiz und trafen sich zunächst bei fast wolkenlosem Himmel am Ufer des Inn in Magerbach bei Haiming. Von dort aus fuhr dann eine Gruppe von Paddlern nach Oetz zur Befahrung der unteren Oetzaler Ache. Eine andere Gruppe fuhr weiter talaufwärts zu Befahrungen der oberen Oetztaler Ache und der Venter Ache. Zwei Paddler  entschieden sich jedoch für eine Befahrung der Imsterschlucht vom Bahnhof Imst/Pitztal bis zur Ausbootstelle in Magerbach. Schliesslich trafen sich am Abend alle Teilnehmer in Zwieselstein zum Nachtessen im Gasthof „Neue Post“. Für die Uebernachtung hatte Ramona bereits im Voraus die benötigten Zimmer in der Pension „Flamingo“ reser­viert.

Am Sonntag hatten die Teilnehmer dann die Wahl entweder zur Befahrung der mittleren Oetztaler Ache oder zur Befahrung der unteren Oetztaler Ache. Beide Gruppen genossen diesen Herbsttag bei meist dunstigem Himmel. Die Heimreise zurück in die Schweiz erfolgte anschliessend wieder so individuell wie die Anreise.  

St. Gallen, 12. Oktober 2013

Der Tourenleiter
Ernst Winkelmann (alias Ägi)